IMMA-Fortbildung: Erfolgreicher Abschluss mit Besucherrekord in Erfurt
In Erfurt endete am 25. Oktober 2025 die diesjährige Fortbildungsreihe mit einem Besucherrekord für dieses Jahr: Mehr als 140 Spezialisten des Gesundheitswesens kamen zu den hochkarätigen Vorträgen über die neuesten Entwicklungen in der Mitochondrialen Medizin.
Verschiedene Fachärzte, Hausärzte, Heilpraktiker und Apotheker waren vertreten. Besonderen Applaus erhielt der Internist Dr. med. Bodo Kuklinski, der langjährige medizinische Leiter der IMMA-Fortbildungen. Er signierte in den Pausen eifrig seine Bücher und kam mit den Teilnehmern ins Gespräch. Dass auch die Referenten außerhalb der Fragerunden zusätzlich für Diskussionen und den weiteren Fachaustausch zur Verfügung standen, wurde ebenfalls sehr geschätzt.
Alle Vorträge beleuchteten die Mitochondrien und ihre zentrale Funktion im Organismus – eine Rolle, die weit über die bloße Energieversorgung für über 90% der Funktionen hinausgeht.
Zu Beginn lieferte der Gründer der International Mitochondrial Medicine Association (IMMA), Dr. Franz H. Enzmann, einen Überblick über die vielen, teils erst kürzlich entdeckten Funktionen der Mitochondrien sowie über die Geschichte der Entdeckung der Mitochondrien. Er prägt vor allem den Begriff Mitophyse®; sie steuert endokrin den Hypothalamus und damit die gesamte Signaltransduktion.
Der Neurologe Dr. med. habil. Maxwell S. Damian, der die medizinische Leitung der Vortragsreihe von Dr. Kuklinski übernommen hat, sprach anschließend über die Besonderheiten primärer mitochondrialer Erkrankungen – Krankheiten, die durch Schäden in der eigenen DNA der Mitochondrien entstehen. Zwar sind diese Erkrankungen relativ selten, doch ihre Erforschung liefert wertvolle Einblicke in die vielfältigen Aufgaben der Mitochondrien und zeigt, wie entscheidend die Mitochondrien für unsere Gesundheit sind.

Der Buchautor und Pionier der Umweltmedizin in Deutschland, Klaus-Dietrich Runow, Leiter des Instituts für Functional Medicine und Umweltmedizin (IFU) in Wolfhagen, schilderte, wie eng Mikrobiom, Immunsystem und die mitochondrialen Funktionen zusammenarbeiten – und dass eine Störung in einem dieser Systeme schnell auch die anderen Systeme aus dem Gleichgewicht bringen kann. Die Folgen nehmen wir dann oft als Krankheitssymptome wahr.

Anhand weiterer Praxisbeispiele stellte Dr. Gernot Gläßer dar, wie Ärzte und Therapeuten die Mitochondriale Medizin für Patienten einsetzen können. Er ging dabei auch detailliert auf die zelluläre Biochemie ein. Prof. Dr. Agnes Szczepek, wissenschaftliche Mitarbeiterin des Molekularbiologischen Innenohrforschungslabors der Berliner Charité, gab wertvolle Ratschläge, beispielsweise welche oft verschriebenen Medikamente nachweislich ototoxisch wirken und wie Mitochondrien geschützt und aktiviert werden können, um Hörschäden zu vermeiden. Hörschäden und Demenz sind eng miteinander verbunden.
Prof. Dr. Jörg Bergemann, der an der Hochschule Albstadt Sigmaringen forscht und lehrt, widmete seinen Vortrag den Mechanismen des biologischen Alterns. Ausführlich zeigte er Funktion und Stimulation zelleigener Schutz und Reparatursysteme, die unter anderem darüber bestimmen, wie schnell wir altern. In seiner humorvoll vorgetragenen Präsentation betonte er aber auch, dass Spaß am Leben für die Gesundheit nicht zu unterschätzen sei.
Zum Schluss thematisierte Dr. Bodo Kuklinski die wichtige Rolle von Q10 bei der Behandlung von Niereninsuffizienz in einem kurzen Statement. Aus seiner Erfahrung in der klinischen Praxis berichtete er, dass sich die Nierenfunktion allein durch die Einnahme von Q10 vollständig erholen konnte. Der Grund: Q10 hilft, das Energiedefizit in den Nierenzellen auszugleichen – und genau dieser Energiemangel spielt oft eine entscheidende Rolle bei der Entstehung einer Niereninsuffizienz.
Gerade solche erfolgreichen Behandlungsbeispiele sind für Ärzte, Therapeuten und Patienten die überzeugendsten Argumente für die Mitochondriale Medizin.
Nächstes Jahr startet die Fortbildungsreihe der IMMA mit der Auftaktveranstaltung in Kassel am 21. März 2026 im Schlosshotel Bad Wilhelmshöhe.
Wer nicht nur Symptome lindern, sondern Krankheiten ursächlich behandeln will, sollte sich diesen Termin, oder einen der weiteren Termine in Köln, Stuttgart, Leipzig und Hamburg nicht entgehen lassen.
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Angaben zu den Bildern:
- Marktplatz mit Dom in Erfurt; Foto: IMMA
- Ein weiteres Wahrzeichen: Die berühmte Krämerbrücke in Erfurt; Foto Pixabay; Fotograf Elcholito
- Klaus-Dietrich Runow bei seinem Vortrag im vollbesetzten Saal des Erfurter Dorint Hotels; Foto: IMMA